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Bedarfsgerechte Düngung für eine nachhaltige Landwirtschaft

Gezielte Düngung ist ein unverzichtbarer Bestandteil einer nachhaltigen Landwirtschaft. Nur durch den richtigen Einsatz von Düngemitteln kann die steigende Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Nahrungsmitteln gedeckt werden. Dabei gelten für die Anwendung und Lagerung von Düngemitteln strenge Regeln. Generell gilt: Eine bedarfsgerechte Düngung orientiert sich immer am Nährstoffbedarf der Pflanzen und steigert so die Erträge.

Gezielte Düngung mit Mineraldüngern

In Mineraldüngern sind die „Pflanzennährstoffe“ in genau definierten Mengen enthalten. Ihre Wirkung ist gut abschätzbar. Mineraldünger ermöglichen es daher dem Anwender, der Pflanze die Nährstoffe in genau der Menge und zu dem Zeitpunkt zur Verfügung zu stellen, wenn diese sie benötigt. Durch gezielte Düngung mit Mineraldüngern kann daher einer Nährstoffüberversorgung der Pflanze effektiv begegnet werden. Das spart nicht nur Kosten für den Landwirt. Es verhindert auch, dass größere Nährstoffmengen in Gewässer und die Atmosphäre gelangen und so die Umwelt belasten.

In Betrieben mit Viehhaltung hat die Wiederverwendung der anfallenden organischen Abfälle, wie Gülle, Jauche und Stallmist, Priorität. Diese Wirtschaftsdünger dienen der Deckung des Grundnährstoffbedarfs der Kulturen. Mineraldünger vervollständigen das „Pflanzenmenü“ nach Bedarf. Die organischen Dünger liefern nicht nur Nährstoffe, sondern stabilisieren den Humusgehalt im Boden. Im Vergleich zu Mineraldüngern haben sie aber einige Nachteile: Die Nährstoffkonzentrationen sind in allen organischen Düngern relativ gering und schwanken stark. Zudem ist ein großer Teil der Nährstoffe organisch gebunden und muss erst im Boden von Mikroorganismen freigesetzt werden. Erst dann sind die Nährstoffe pflanzenverfügbar. Diese Umsetzungen im Boden lassen sich nur ungenau vorhersagen. Die unvermeidbaren Nährstoffverluste sind bei organischen Düngern im Vergleich zu Mineraldüngern entsprechend hoch.

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Anwendung nur nach „guter fachlicher Praxis“

Die Anwendung von Düngemitteln nach "guter fachlicher Praxis“ ist in Deutschland vor allem durch die Düngeverordnung geregelt.

Sachgerechte Lagerung erhält die Qualität von Düngemitteln

Der größte Feind der Düngemittel ist die Feuchtigkeit, denn aufgrund des hohen Salzgehalts sind sie Wasser anziehend (hygroskopisch). Um ihre Qualität und Wirksamkeit auch über eine längere Lagerzeit zu erhalten, ist Sorgfalt bei der  Lagerhaltung geboten. Darüber hinaus verhindert eine sachgerechte Lagerung, dass Düngemittel unkontrolliert in den Boden oder in Gewässer gelangen.

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Weitere Informationen zur sachgerechten Lagerung

Weitere Inhalte

Der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) hält gemeinsam mit dem Bundesarbeitskreis Düngung ein breites Angebot an Fachinformationen zur Pflanzenernährung bereit.

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Aktuelles
26.02.2010
Pflanzenschutz, Biodiversität und die Produktion von Nahrungsmitteln - Stellungnahme zur Bewertung von Pflanzenschutzmitteln

Ansprechpartner

Haben Sie Fragen? Sprechen Sie uns gerne an.

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Dr. Thorsten Scheile

Fachbereich Pflanzenernährung

    • +49 69 2556-1596
  • scheile.iva@vci.de