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Gewässerschutz

Gemeinsam mit den Landwirten ist es über die Jahre gelungen, Belastungen durch Einträge in Grund- und Oberflächengewässer in Deutschland zu verringern.

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Biologische Vielfalt

Die intensive Landwirtschaft leistet einen ganz wesentlichen Beitrag zur Erhaltung einer Vielfalt von Ökosystemen, nicht zuletzt durch ihren (im Vergleich zum ökologischen Landbau) geringeren Flächenverbrauch.

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Schau ins Feld!

Wie sieht Landwirtschaft ohne Pflanzenschutz aus? An keinem anderen Ort kann man das deutlicher zeigen, als auf dem Acker selbst. So entstand 2015 die Idee zur Mitmach-Aktion „Schau ins Feld!“, die der IVA im Rahmen seiner Initiative „Die Pflanzenschützer“ ausrief.

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Sachkunde

Im Rahmen der Novellierung des Pflanzenschutzgesetzes trat im Juli 2013 die neue Pflanzenschutz-Sachkundeverordnung in Kraft. Durch die neue Verordnung soll das bisher schon hohe Schutzniveau bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln weiter angehoben werden.

Agra-Europe · AgE-Ticker:
ZKHL: Weitere Verbände wollen sich anschließen
Agra-Europe · Neuigkeiten:
Dies ist eine aktuelle Meldung des Nachrichtendienstes Agra-Europe (AgE). Die Veröffentlichung über den Ticker ist ein Service des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA) und gibt nicht Informationen, Meinungen oder Positionen des IVA wieder.
01.12.2021 - 14:04
ZKHL: Weitere Verbände wollen sich anschließen

BONN. An der Anfang September offiziell gegründeten „Zentralen Koordination Handel-Landwirtschaft“ (ZKHL) wollen sich noch weitere Verbände beteiligen. Wie die ZKHL heute mitteilte, haben der Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG) und die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) eine Mitgliedschaft beantragt. Der Steuerungskreis werde im Rahmen seiner Sitzung Mitte Dezember dazu eine Empfehlung aussprechen. Nach Angaben der Organisation sollen dann auch die Grundlagen für die Entwicklung und Umsetzung der Herkunftskennzeichnung „Frische Lebensmittel aus Deutschland“ gelegt werden.

Gegenüber den im „Agrardialog“ organisierten Verbänden bekräftigte die ZKHL ihre Bereitschaft zur Kooperation. Man würde die Teilnahme von Vertretern des Dialogs im Steuerungskreis und den Arbeitsgruppen begrüßen. „Die bisherigen Ergebnisse des Agrardialogs können als Grundlage für unser gemeinsames Ziel, wirksame Verbesserungen in der Zusammenarbeit in der gesamten Lebensmittellieferkette zu erzielen, weiter ausgebaut werden“, erklärte ZKHL-Geschäftsführer Dr. Hermann-Josef Nienhoff. Effizienzgewinne und eine höhere Wertschöpfung könnten so allen Marktbeteiligten zugutekommen. Die Expertise der Vertreter des Agrardialogs könne dazu einen wichtigen Beitrag leisten.

Die ZKHL wird sich laut Nienhoff noch in diesem Jahr mit der Arbeitsgruppe Schwein des Agrardialogs treffen. Ziel sei es, den aktuellen Sachstand festzustellen und „gemeinsam den zukünftigen Fahrplan unter dem Dach der ZKHL zu erarbeiten“.

Ende Oktober hatten die Mitglieder des Agrardialogs - die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM), die Freien Bauern, LsV Deutschland, die Milcherzeugergemeinschaft (MEG) Milchboard und Land-schafft-Verbindung - Das Original - einer Integration in die ZKHL eine Absage erteilt. Auch eine Überführung der bisher im Agrardialog erarbeiteten Ansätze und Sachstände wurde abgelehnt; Bereitschaft signalisierten die Verbände hinsichtlich einer Verständigung auf eine Organisationsstruktur für die weiter notwendigen Verhandlungen der gesamten Wertschöpfungskette. AgE

Terminmarkt: Matif-Agrarfutures rutschen ab
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01.12.2021 - 11:53
Terminmarkt: Matif-Agrarfutures rutschen ab

PARIS. Die Terminpreise für Weizen, Mais und Raps an der Pariser Börse haben deutlich nachgegeben, so dass der mittelfristige Aufwärtstrend vorerst gebrochen ist. Der Märzfuture 2022 auf Weizen kostete heute Mittag gegen 12.15 Uhr 287,75 Euro/t; das waren 15 Euro/t oder 5 % weniger als der Abrechnungskurs vom vergangenen Freitag. Gleichzeitig verbilligte sich der Maisfuture derselben Fälligkeit um 16 Euro/t oder 6,3 % auf 238 Euro/t. Derweil gab der Rapskontrakt zur Lieferung im Februar 2022 um 26,75 Euro/t oder 4 % auf 646,50 Euro/t nach.

Analysten begründen die heftige Abwärtsbewegung beim Weizenpreis unter anderem mit der optimistischen Prognose des Australischen Amtes für die Land- und Rohstoffwirtschaft (ABARES) für das diesjährige Weizenaufkommen, das mit 34,4 Mio t so hoch wie noch nie ausfallen soll. Außerdem hätten sich die Exportperspektiven für französischen Weizen angesichts günstigerer Angebote von Schwarzmeerware verschlechtert.

Die Maisfutures gerieten den Marktexperten zufolge in den Abwärtssog der Weizenkontrakte. Außerdem hätten sich die Ernteaussichten für die Maisernte in Brasilien und Argentinien witterungsbedingt verbessert. Für Preisdruck habe auch die deutliche Verbilligung von Rohöl gesorgt. Davon seien auch die Sojafutures in Chicago und damit auch die Rapskurse in Paris betroffen gewesen. Auslöser seien Spekulationen über eine rückläufige Rohölnachfrage. Die neue Corona-Variante Omikron könne in vielen Ländern der Welt neue Lockdowns erforderlich machen und damit die globale Wirtschaftserholung ausbremsen, hieß es. AgE

Transformation der Landwirtschaft: Ehlers mahnt Fingerspitzengefühl und Beachtung von Zielkonflikten an
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01.12.2021 - 08:46
Transformation der Landwirtschaft: Ehlers mahnt Fingerspitzengefühl und Beachtung von Zielkonflikten an

BERLIN. Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV), Dr. Henning Ehlers, hat die Koalitionäre der künftigen Bundesregierung dazu aufgerufen, bei der Umsetzung ihrer Transformations- und Nachhaltigkeitsziele mögliche Zielkonflikte und die Folgen für die Landwirtschaft und die Ernährungssicherung im Blick zu behalten. Beim heutigen Bayer-AgrarGespräch wies Ehlers darauf hin, dass Deutschland ein Industriestaat mit hoher Besiedlungsdichte und vergleichsweise wenig Anbaufläche sei. Zudem stehe die hiesige Landwirtschaft in einem regen Wettbewerb mit der in anderen Ländern im europäischen Binnenmarkt.

Wenn die Koalition beispielsweise 30 % Ökolandbau bis 2030 wolle, bedeute dies eine weitere Verknappung des Faktors Boden, gab der DRV-Hauptgeschäftsführer zu bedenken. Erfahrungsgemäß sei dann wegen der schwächeren Ertragsleistung der ökologischen Landwirtschaft mit einer sinkenden Lebensmittelproduktion in Deutschland zu rechnen. Angesichts der absehbar weiter steigenden Kosten für Energie und Dünger befürchtet Ehlers auch eine fortgesetzte Steigerung der allgemeinen Produktionskosten. Für ihn stellt sich daher die Frage, ob sich Landwirtschaft dann in Zukunft überhaupt noch rechnet.

Ehlers empfiehlt der künftigen Bundesregierung deshalb beim Thema Ökolandbau besser auf Nachfrageimpulse zu setzen, da nur so stabile bis höhere Erzeugerpreise zu erwarten seien. Erzwinge man hingegen eine Steigerung der Ökoproduktion, drohten in dieser Sparte Überangebote und Preisverfall, warnt der DRV-Hauptgeschäftsführer. Dies würde aber gerade die von der Ampelkoalition und der Gesellschaft gewünschte kleinstrukturierte Landwirtschaft gefährden.

Die grüne Bundestagsabgeordnete Dr. Anne Monika Spallek kritisierte die aktuelle Förderstruktur in der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP), die nach ihrer Einschätzung zu Lasten der kleinen Agrarbetriebe geht. Sie plädierte daher für einen Umbau des Fördersystems mit einem degressiven Faktor bei den Betriebsgrößen und bekräftigte die Forderung der Grünen nach einer Kappungsgrenze.

Eine Lösung für die deutsche Landwirtschaft sieht Spalleck in einer Stärkung der regionalen Wertschöpfung. Aus diesem Grund setze die neue Regierung auf eine Tierwohl- und Herkunftskennzeichnung, da diese den Verbrauchern eine bewusste Wahl und den Landwirten zusätzliche Spielräume ermögliche, so die Grünen-Politikerin.

Der Göttinger Agrarökonom Prof. Matin Qaim stellte allerdings klar, dass Regionalisierung keine Alleinlösung für die Probleme der heutigen Landwirtschaft darstelle. Zwar könne regionale Wertschöpfung ökonomische und soziale Vorteile bringen, jedoch bringe eine Abkehr von internationalen Lieferketten keinen größeren Vorteil für den Klimaschutz. Der Großteil der landwirtschaftlichen Treibhausgasemissionen entstehe nämlich bei der eigentlichen Agrarproduktion, erläuterte Qaim. AgE

Imkerei: COPA und COGECA drängen auf Novellierung der EU-Honigrichtlinie
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30.11.2021 - 16:09
Imkerei: COPA und COGECA drängen auf Novellierung der EU-Honigrichtlinie

BRÜSSEL. Nach einem „katastrophalem Erntejahr“ für die Imker in der Europäischen Union drängen die EU-Ausschüsse der Bauernverbände (COPA) und ländlichen Genossenschaften (COGECA) die Kommission dazu, die geplante Anpassung der EU-Honigrichtlinie schnellstmöglich anzugehen. Wie die Dachverbände heute berichteten, belaufen sich die Rückgänge der Honigproduktion im Vergleich zu 2020 auf 10 % bis 15 %. Neben den schlechten Witterungsbedingungen mache den Imkern in der EU auch der wachsende Importdruck aus den Drittstaaten zu schaffen.

Erneut kritisierten COPA und COGECA die geltenden Kennzeichnungsregeln. So müssten gemäß der EU-Honigrichtlinie von 2001 sortenreine Honige präzise mit Angaben über die Honigart und über das Herkunftsland etikettiert sein. Für Honiggemenge verschiedener Herkünfte reichten dagegen Bezeichnungen wie „Mischung von Nicht-EU-Honigen“ sowie „Mischungen von EU-Honigen“ oder „Mischungen von EU- und Nicht-EU-Honigen“. Diese Kennzeichnungsvorschriften benachteiligten die europäischen Honigproduzenten erheblich. Die Kommission müsse diesen Missstand daher dringend angehen.

DiesesJahr haben laut COPA und COGECA extreme Wetterereignisse die Blüte- und Flugzeiten der Bienen erheblich verkürzt und damit die Honigproduktion negativ beeinflusst. Verwiesen wird in dem Zusammenhang auch auf die zunehmenden Waldbrände in Griechenland sowie die Überschwemmungen in Belgien und Deutschland. Währenddessen würden die Honigimporte immer weiter steigen. Aufgrund der Herkunftsbezeichnungen sei dies für die Verbraucher nicht einmal transparent nachzuvollziehen, monieren die beiden Dachverbände.

Einem aktuellen Bericht der Kommission zufolge sind die Honigeinfuhren aus Drittstaaten tatsächlich weiter gestiegen. Im Jahr 2020 wurden 174 885 t in die EU eingeführt, was einem Plus von 4,7 % gegenüber 2019 entsprach. Der Hauptlieferant von Honig in die Gemeinschaft war zuletzt die Ukraine, die ihren Marktanteil von 24,3 % im Jahr 2018 auf 31,3 % im Jahr 2020 steigern konnte. Der durchschnittliche Preis für ein Kilogramm ist in der Ukraine indes von 1,83 Euro im Jahr 2018 auf 1,53 Euro im vorigen Jahr gesunken.

Das gilt auch für den zweitwichtigsten Honiglieferanten China. Dort gaben die Preise für ein Kilogramm Honig im Mittel von 1,51 Euro im Jahr 2018 auf 1,38 Euro im Jahr 2020 nach. Dagegen beliefen sich die mittleren Produktionskosten in der EU auf 3,5 Euro bis 4 Euro pro Kilogramm Honig. AgE

Corona-Geschehen: Dämpfer für Geschäftserwartungen der Ernährungsindustrie
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30.11.2021 - 13:11
Corona-Geschehen: Dämpfer für Geschäftserwartungen der Ernährungsindustrie

BERLIN. Die anhaltende Corona-Pandemie dämpft sowohl die Konjunkturerwartungen der Ernährungsindustrie als auch die Verbraucherstimmung. Wie die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) heute berichtete, ist der Saldo des monatlich erscheinenden ifo-Geschäftsklimaindex im November auf minus 2,7 Punkte gefallen, nach plus 3,4 Punkten im Vormonat. Die Beurteilung der aktuellen Geschäftslage sank im Vormonatsvergleich um 2,1 Punkte auf plus 13,3 Punkte. Auch der Blick in die Zukunft hat sich angesichts der wieder höheren Infektionszahlen laut BVE weiter eingetrübt: Der entsprechende Indikator „Geschäftserwartungen für die nächsten sechs Monate“ sank um 9,5 Zähler auf einen Saldo von insgesamt minus 17,5 Punkten.

In Anbetracht steigender Corona-Infektionen verschlechterte sich die Stimmung der Verbraucher in Deutschland im November ebenfalls spürbar. Dabei gaben im Rahmen der aktuellen Erhebung der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) sowohl die Konjunktur- und Einkommenserwartung als auch die Anschaffungsneigung zum Teil deutlich nach. Mit Blick auf die negative Entwicklung der Indikatoren prognostiziert die GfK für Dezember einen Saldowert des Konsumklimas von minus 1,6 Punkten.

Die deutsche Ernährungsindustrie hat unterdessen im September 2021 einen Umsatz von insgesamt 16,2 Mrd Euro erwirtschaftet und damit 2,6 % mehr als im Vorjahr. Das Inlands- wie auch das Auslandsgeschäft entwickelten sich positiv, wobei insbesondere der Export deutlich zulegte, und zwar um 5,8 % auf 5,6 Mrd Euro. Bei steigenden Verkaufspreisen von plus 3,5 % habe die Branche jedoch einen Absatzrückgang von 2,5 % verzeichnet, stellte die BVE in ihrem aktuellen Konjunkturreport fest.

Neben einem steigenden Umsatzergebnis bauten die Hersteller zudem ihre Lebensmittelproduktion aus; der kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex stieg nach Angaben der Bundesvereinigung im September um 3,7 % gegenüber dem Vorjahr. Allerdings verteuerten sich auch die Rohstoffe weiter. Im Oktober 2021 stieg der vom Hamburgischen WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) berechnete Rohstoffpreisindex für Nahrungs- und Genussmittel um 5,2 % im Vormonatsvergleich; mit 35,5 % über dem Vorjahreswert lag der Index weiter auf hohem Niveau. AgE

Herkunft: Aldi führt bei Schweinefrischfleisch 5xD ein
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30.11.2021 - 11:55
Herkunft: Aldi führt bei Schweinefrischfleisch 5xD ein

ESSEN/MÜLHEIM. Im Juni dieses Jahres hatten Aldi Nord und Süd im Rahmen ihres „Haltungswechsels“ angekündigt, bei Frischfleisch den Ausstieg aus den Haltungsstufen 1 und 2 bis 2030 vollenden zu wollen. Nun geht der Discounter noch einen Schritt weiter. Wie der Lebensmittelhändler heute mitteilte, soll bis zum vierten Quartal 2022 bei konventionellem Schweinefrischfleisch das Sortiment konsequent auf „5xD“ umgestellt werden. Dies bedeutet, dass zukünftig jeder einzelne Schritt der gesamten Wertschöpfungskette bei konventionellem Schweinefrischfleisch - also Geburt, Aufzucht, Mast, Schlachtung und Zerlegung sowie Verarbeitung - in Deutschland stattfinden muss. Ausgenommen hiervon sind nur internationale Spezialitäten, Bioprodukte, Filets und Tiefkühlartikel.

Ein wesentlicher Bestandteil des Haltungswechsels sei, zukünftig noch stärker auf Ware aus Deutschland zu setzen und so die heimische Landwirtschaft zu unterstützen, so Aldi. Dies tut das Unternehmen nach eigenen Angaben bei Schweinefrischfleisch schon länger. Lediglich der erste Schritt der Wertschöpfungskette - die Ferkelgeburt - finde derzeit auch noch in Nachbarländern statt. „Mit unserer Zusage zu ‚5xD‘ schließen wir eine Lücke und bekennen uns einmal mehr zur deutschen Landwirtschaft. Mit unserer frühzeitigen Ankündigung geben wir zudem allen Beteiligten der Wertschöpfungskette die nötige Planungssicherheit“, erklärte der Director Category Management bei Aldi Nord, Tobias Heinbockel.

Laut dem Director National Buying bei Aldi Süd, Erik Döbele, ist die Umstellung auf ausschließlich deutsche Herkunft ein weiterer wichtiger Baustein des Haltungswechsels. „Neben dem Bekenntnis zur Qualität aus Deutschland möchten wir den deutschen Ferkelerzeugern eine verlässliche Zukunftsperspektive für den Standort Deutschland geben“, erklärte der Manager. Mit der Umstellungsphase bis zum vierten Quartal 2022 will Aldi in Absprache mit seinen Lieferanten dem komplexen Zusammenspiel der Lieferkette gerecht werden, um ausreichend Zeit für die Umstellung zu ermöglichen. Der Discounter will sich darüber hinaus auch weiterhin aktiv im Rahmen der Initiative Tierwohl (ITW) engagieren, um im Sinne der Branchenlösung die Nämlichkeit zu realisieren. Die Transformation der deutschen Landwirtschaft zu tiergerechteren Haltungsformen werde marktseitig unterstützt. AgE

Australien: Rekordernte von Weizen und Raps erwartet
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30.11.2021 - 11:29
Australien: Rekordernte von Weizen und Raps erwartet

CANBERRA. Die jüngsten Starkregenfälle an der Ostküste Australiens, ausgelöst durch das Wetterphänomen La Niña, werden einem Rekordergebnis der laufenden Ernte von Getreide und Raps nicht entgegenstehen. Dies ist zumindest die Einschätzung des Australischen Amtes für die Land- und Rohstoffwirtschaft (ABARES), nach dessen aktueller Prognose bei den Winterfrüchten insgesamt für 2021/22 von einer Druschmenge von 58,4 Mio t ausgegangen wird. Das wäre nicht nur 4,8 % mehr als in der Vorsaison, sondern auch die höchste jemals eingebrachte Menge. Neben einer Anbauflächenausweitung um 3,0 % hätten die günstigen klimatischen Bedingungen mit Niederschlägen im Frühjahr die üppige Ernte ermöglicht, so die Experten.

Die im Vergleich zu den Dürrejahren 2018/19 und 2019/20 deutlich besseren Witterungsbedingungen machen sich insbesondere bei der Hauptanbaufrucht Weizen bemerkbar. Hier soll die diesjährige Erntemenge gegenüber dem schon überdurchschnittlich guten Vorjahr um 3,3 % auf die Rekordmarke von 34,4 Mio t zulegen. Der Großteil dieses Zuwachses stammt aus dem Bundesstaat Western Australia. Für Gerste rechnet ABARES gegenüber 2020/21 mit einem Produktionsanstieg um 1,5 % auf 13,3 Mio t; das wäre das zweithöchste Niveau aller Zeiten. Bei Hafer zeichnet sich hingegen, bei deutlich verkleinerter Anbaufläche, ein Ernterückgang um 4,9 % auf 1,58 Mio t ab. Laut ABARES-Geschäftsführer Jared Greenville werden die Regenfälle in einigen Landesteilen die Druscharbeiten verzögern, und es dürfte wohl auch zu Qualitätsabstufungen mit Preisabschlägen kommen, doch großflächige Ertragsausfälle seien nicht zu erwarten.

Den Anbau der Ölfrucht Raps haben die Farmer in Australien gegenüber 2020/21 um rund 24 % auf 3,04 Mio ha ausgeweitet und können der Agrarbehörde zufolge nun mit einem Anstieg des Aufkommens um 26,7 % auf die Rekordmenge von 5,73 Mio t rechnen. Aufgrund guter Witterungsbedingungen ist in den Bundesstaaten New South Wales und Queensland zudem der Anbau von Sommerfrüchten wie Sorghum, Mais, Reis oder Baumwolle deutlich ausgeweitet worden, und zwar um 36,1 % auf 1,42 Mio ha. Die Ernte insgesamt dürfte laut ABARES-Prognose mit rund 5 Mio t das Vorjahresniveau um die Hälfte übertreffen, wobei für Sorghum, Baumwolle und Reis die höchsten Zuwächse erwartet werden. AgE

Regierungsbildung: Schirmbeck: Özdemir muss Dialog zwischen Ökonomie und Ökologie moderieren
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30.11.2021 - 10:56
Regierungsbildung: Schirmbeck: Özdemir muss Dialog zwischen Ökonomie und Ökologie moderieren

BERLIN. Eine konstruktive Zusammenarbeit bietet der Deutsche Forstwirtschaftsrat (DFWR) dem designierten Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir an. „Mit Özdemir wird ein erfahrener Bundespolitiker aus der ersten Reihe dieses wichtige Ressort leiten“, erklärte DFWR-Präsident Georg Schirmbeck zu der Personalie. Er geht davon aus, dass der Grünen-Politiker den Dialog zwischen Ökonomie und Ökologie im Sinne einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung moderieren und in Einklang bringen wird.

Schirmbeck verwies auf die wichtige Rolle, die der Rohstoff Holz bei der Umsetzung der Klimaziele der künftigen Bundesregierung spielen werde: „Wir begrüßen, dass dies im Koalitionsvertrag mit der Ankündigung einer Holzbauinitiative und der damit verbundenen Unterstützung regionaler Wertschöpfungsketten zum Ausdruck kommt.“

In der konkreten Ausgestaltung bedeutet dies dem DFWR-Präsidenten zufolge, „dass Wälder weiterhin aktiv und nachhaltig bewirtschaftet werden müssen“. Der Gesetzgeber müsse Rahmenbedingungen schaffen, mit denen die Ziele der Koalitionäre in Einklang mit der gelebten Praxis der Forstbetriebe in Deutschland umsetzbar seien. „Die neue Bundesregierung muss zudem anerkennen, dass Holz ein wichtiger Energieträger ist, der als Substitut bei der Abkehr von fossilen Brennstoffen eine große Rolle im Mix des Angebots an Biomasse spielt“, sagte Schirmbeck.

Eine wichtige Aufgabe der neuen Bundesregierung sei es, den Anteil an CO2-Emissionen deutlich zu senken und damit die Ursachen für die Waldschäden der letzten Jahre zu bekämpfen. Schirmbeck empfiehlt eine Orientierung an wissenschaftlichen Grundlagen, wie sie beispielsweise das jüngste Gutachten des Wissenschaftlichen Beirats Waldpolitik (WBW) skizziere: „Aus- und Weiterbildung, Waldmanagement, Forschung und Bewirtschaftung müssen zusammen und im Einklang mit der forstwissenschaftlichen Forschung und den 2 Millionen privaten und öffentlichen Waldbesitzenden gedacht werden, um unsere Wälder zukunftsfest zu machen.“ AgE

Neue Bundesregierung: Verbände fordern Offenheit gegenüber neuen Züchtungsverfahren
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30.11.2021 - 10:00
Neue Bundesregierung: Verbände fordern Offenheit gegenüber neuen Züchtungsverfahren

BERLIN. Mit einem Appell für mehr Offenheit gegenüber den neuen Züchtungsverfahren haben sich insgesamt 22 Verbände der Agrar-, Gartenbau- und Ernährungswirtschaft an die künftige Bundesregierung gewandt. In einem Positionspapier fordern die im Grain Club zusammengeschlossenen Verbände, die Chancen neuer genomischer Techniken für Ernährungssicherung und Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft zu nutzen. Die neue Bundesregierung soll sich für eine zeitnahe Anpassung des europäischen Gentechnikrechts an den wissenschaftlichen Erkenntnisstand sowie einen wissenschaftsbasierten gesellschaftlichen Dialog einsetzen.

„Weitere Innovationen im Pflanzenbau und der Pflanzenzüchtung sind dringend erforderlich, um Ertragseinbrüche zu vermeiden“, erklärte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV), Dr. Henning Ehlers, mit Blick auf die großen Herausforderungen, vor denen die deutsche und europäische Landwirtschaft stehen. Dafür benötige die Branche geeignete Werkzeuge, „die außerhalb Europas bereits zum Standard gehören, wie beispielsweise die Genschere CRISPR/Cas”.

Der Geschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Pflanzenzüchter (BDP), Dr. Carl-Stephan Schäfer, verwies auf den wachsenden Bedarf an neuen Pflanzensorten. Derzeit dauere die Züchtung einer neuen Pflanzensorte im Durchschnitt zehn bis 15 Jahre. „Pflanzenzüchter brauchen eine Arbeitsgrundlage, die ihnen ermöglicht, alle zur Verfügung stehenden Methoden verantwortungsvoll so einzusetzen, dass dieser Prozess verkürzt und der Landwirtschaft dringend benötigte Sorten kurzfristig bereitgestellt werden können“, betonte Schäfer.

Ähnlich argumentiert der stellvertretende Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Udo Hemmerling: „Landwirte müssen in der Lage sein, schneller weiterentwickelte Pflanzen nutzen zu können.“ Hemmerling begrüßt daher die Ankündigung der Ampelkoalition, die Züchtung von klimarobusten Pflanzensorten zu unterstützen.

Laut des Geschäftsführers der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE), Olivier Kölsch, können neue genomische Techniken einen wichtigen Beitrag leisten, damit auch künftig in Europa die Verfügbarkeit von Rohwaren für eine hochwertige und nachhaltige Nahrungsmittelproduktion sichergestellt werden kann. AgE

Flächenmonitoring: Weg für zentrales Kompetenzzentrum ist frei
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29.11.2021 - 12:27
Flächenmonitoring: Weg für zentrales Kompetenzzentrum ist frei

BERLIN. Das Zentrale Kompetenzzentrum Flächenmonitoring (ZKF) kann offiziell seine Arbeit aufnehmen. Wie das Bundeslandwirtschaftsministerium heute mitteilte, hat Ressortchefin Julia Klöckner die Verwaltungsvereinbarung von Bund und Ländern zur Gründung unterzeichnet. Den Angaben zufolge wird das Kompetenzzentrum im Geschäftsbereich des bayerischen Landwirtschaftsministeriums errichtet und künftig die Anwendung eines satellitengestützten Überwachungssystems koordinieren, um die flächenbezogene EU-Agrarförderung für die Bundesländer zu vereinfachen und zu modernisieren.

Mit Hilfe von Copernikus-Satellitendaten werden dem Ministerium zufolge alle landwirtschaftlichen Flächen in Deutschland in regelmäßigen Abständen automatisiert überprüft. So könnten sowohl die Agrarverwaltungen der Länder als auch die Landwirte als Antragsteller die Ergebnisse nutzen, um mögliche Abweichungen von den Angaben in den Förderanträgen zu klären. Das ZKF werde die generierten Daten aufbereiten und den Verwaltungen zur Verfügung stellen. Neben der Agrarförderung sollen laut Ministerium unter anderem das Biodiversitätsmonitoring, die Umwelt- und Klimaberichterstattung sowie das Wirkungsmonitoring der Düngeverordnung von der neuen Einrichtung profitieren.

Die Gründung des ZKF geht nach Angaben des Ministeriums auf einen Beschluss der Agrarministerkonferenz (AMK) vom 25. September 2020 zurück und soll eine effiziente und bundeseinheitliche Umsetzung der EU-Vorgaben garantieren. Hintergrund sei, dass gemäß der Verordnung über die Finanzierung, Verwaltung und Überwachung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) im Rahmen des Integrierten Verwaltungs- und Kontrollsystems (InVeKoS) ein automatisiertes Flächenmonitoringsystem einzuführen sei. AgE (Bildlizenz: CC BY-SA 3.0 IGO)

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IVA-Zukunftsforum 2021

Der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) lud am 18. November 2021 in Berlin und per Livestream ein, gemeinsam mit Expertinnen und Experten die Zukunft der Land- und Ernährungswirtschaft aus ganz unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten.

Aktuelles aus Magazin und Newsroom

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Magazin
Haus & Garten
30.11.2021
Blütenzauber für die Adventszeit
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Magazin
Schule & Wissen
25.11.2021
Wacholderbeeren: erstaunlich vielseitig
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Pressemitteilung
18.11.2021
„Lesen Sie bitte den ZKL-Bericht ganz!“

Über den Industrieverband Agrar

Der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) vertritt die Interessen der agrochemischen Industrie in Deutschland. Zu den Geschäftsfeldern der 53 Mitgliedsunternehmen gehören Pflanzenschutz, Pflanzenernährung, Biostimulanzien und Schädlingsbekämpfung.

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Der Verband

Die Mitgliedsfirmen des IVA entwickeln und vertreiben Pflanzenschutz- und Düngemittel für Landwirtschaft und Gartenbau, Biostimulanzien sowie Schädlingsbekämpfungsmittel für den Hygiene-, Haus- und Gartenbereich.

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Fachbereiche

Im IVA gibt es die Fachbereiche Pflanzenschutz, Pflanzenernährung und Biostimulanzien.

Themen

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Umwelt

Landwirtschaft und Umwelt sind eng verbunden. Welche Auswirkungen haben Pflanzenschutz - und Düngemittel sowie ihre Abbauprodukte auf Böden und Gewässer? 

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Ernährung

Die moderne Landwirtschaft sichert die Versorgung mit hochwertigen und gesunden Lebensmitteln.

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Landwirtschaft in der Praxis

Die Weltbevölkerung im 21. Jahrhundert wächst stetig und mit ihr der Bedarf an Nahrungsmitteln. Die Landwirtschaft wird also mehr produzieren müssen, ohne dabei die Umwelt übermäßig zu belasten. Um diese Herausforderung zu meistern, werden Pflanzenschutz - und Düngemittel noch lange unverzichtbar bleiben.

Termine & Veranstaltungen

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Veranstaltungsübersicht

Eine Übersicht über kommende Veranstaltungen des Industrieverbandes Agrar finden Sie hier!

Aktuelle Stellenangebote

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