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Agra-Europe · AgE-Ticker:
Berliner Agrarministerkonferenz: Breites Bekenntnis zur nachhaltigen Nutzung landwirtschaftlicher Böden
Agra-Europe · Neuigkeiten:
Dies ist eine aktuelle Meldung des Nachrichtendienstes Agra-Europe (AgE). Die Veröffentlichung über den Ticker ist ein Service des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA) und gibt nicht Informationen, Meinungen oder Positionen des IVA wieder.
28.01.2022 - 16:46
Berliner Agrarministerkonferenz: Breites Bekenntnis zur nachhaltigen Nutzung landwirtschaftlicher Böden

BERLIN. Die zentrale Rolle der Böden für die weltweite Ernährungssicherung, die Bekämpfung der Klimakrise und die Erhaltung der Artenvielfalt betont die Abschlusserklärung der heutigen 14. Berliner Agrarministerkonferenz, die digital im Rahmen des Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) durchgeführt wurde. In der von 68 Landwirtschaftsministern aus der ganzen Welt unterzeichneten Erklärung werden Maßnahmen benannt, um die nachhaltige Nutzung und Bewirtschaftung von Böden weltweit zu stärken.

Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir nannte die Abschlusserklärung ambitioniert. Sie sei keine Absichtsbekundung, sondern ein „Auftrag zum Handeln“. Özdemir sprach von einem klaren Signal, das von Berlin ausgehe: „Unsere Reihen sind geschlossen - gegen den Hunger in der Welt und für eine nachhaltige Landwirtschaft mit mehr Klimaschutz“.

Die Agrarminister bekennen sich in dem Abschlusskommuniqué mit der Überschrift „Nachhaltige Landnutzung: Ernährungssicherung beginnt beim Boden“ dazu, die begrenzte Ressource Boden weltweit zu schützen und nachhaltig zu bewirtschaften. Die Bodendegeneration soll eingedämmt, gesunde Böden sollen wiedergeherstellt werden. Dazu will man unter anderem Bodeninformationssysteme stärken sowie agrarökologische und andere innovative Ansätze unterstützen.

Hervorgehoben wird die Rolle des Bodens als Kohlenstoffspeicher zur Bewältigung des Klimawandels. Die Ressortchefs erklären sich bereit, Treibhausgasemissionen aus kultivierten entwässerten Moorböden zu reduzieren. Verstärkt will man sich dafür einsetzen, die biologische Vielfalt in landwirtschaftlich genutzten Böden zu fördern. Der Ökolandbau wird als vorteilhaft für die Bodenbiodiversität bewertet. Der Umgang mit Nährstoffen, einschließlich Düngemitteln, soll nachhaltiger und effizienter werden. Befürwortet werden ein verantwortungsvoller Einsatz von Pflanzenschutzmitteln sowie ein nachhaltiger, integrierter Pflanzenschutz.

In der Erklärung verpflichten sich die Unterzeichnenden ferner zu einem sorgsamen Umgang mit der weltweit begrenzten Ressource Boden. Dazu beitragen soll eine geringere Versiegelung von Böden. Als essentiell wird ein fairer Zugang zu landwirtschaftlichen Flächen erachtet. Betont wird die Bedeutung von Regeln für den Erwerb und die Nutzung von Land für die Ernährungssicherung. Landerwerb müsse im Einklang mit Menschenrechten stehen sowie die sozialen und ökologischen Auswirkungen berücksichtigen. Hervorgehoben wird, dass Frauen, Junglandwirtinnen und Junglandwirte sowie indigene Völker Zugang zu Land erhalten sollten. AgE

Baden-Württemberg: Agrarproduktion frei von Gentechnik
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28.01.2022 - 11:26
Baden-Württemberg: Agrarproduktion frei von Gentechnik

STUTTGART. In Baden-Württemberg sind im vergangenen Jahr keine gentechnisch veränderten Organismen (GVO) in den heimischen Ernteprodukten nachgewiesen worden. Das hat Landwirtschaftsminister Peter Hauk heute in Stuttgart mitgeteilt. „Wir nutzen konsequent alle landespolitischen Spielräume, um Baden-Württemberg gentechnikfrei zu halten“, erklärte der Minister. Um das Aufwachsen gentechnisch veränderter Pflanzen zu verhindern, sei neben Untersuchungen des Saatguts ein sorgfältiger Umgang sowohl im Handel als auch auf allen Verarbeitungs- und Produktionsstufen notwendig.

Nach Angaben des Stuttgarter Agrarressorts sucht die amtliche Lebensmittel- und Futtermittelüberwachung in Baden-Württemberg seit 18 Jahren stichprobenartig nach GVO. Im vergangenen Jahr seien 38 Mais-, 28 Raps-, 21 Soja- und 18 Leinproben sowie vier Zuckerrübenproben ohne positiven Nachweis ausgewertet worden. Um den Erfolg der Maßnahmen im Land bewerten zu können, würden seit 2004 jährlich in einem Ernte-Monitoring-Programm Untersuchungen auf GVO im Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Freiburg und im Landwirtschaftlichen Technologiezentrum (LTZ) Augustenberg durchgeführt. Um Einträge von GVO frühzeitig zu erkennen und um die Entwicklung über die Jahre transparent zu machen, würden die Proben unmittelbar nach der Ernte in landwirtschaftlichen Erfassungsstellen und Mühlenbetrieben entnommen.

 „Wir wollen weiterhin einen Anbau ohne GVO - konventionell wie ökologisch“, unterstrich Hauk. Deshalb würden die Untersuchungen auch zukünftig fortgesetzt. Gerade die im vorletzten Jahr bekanntgewordene Verunreinigung von Leinsaat mit Spuren einer in der EU nicht zugelassenen gentechnisch veränderten Sorte habe gezeigt, dass weiterhin hohe Anstrengungen und umfassende vorsorgende Maßnahmen notwendig seien. AgE

Tierarzneimittel: Neuer Rechtsrahmen in der EU in Kraft getreten
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28.01.2022 - 10:32
Tierarzneimittel: Neuer Rechtsrahmen in der EU in Kraft getreten

BERLIN. Für Tierarzneimittel gilt in der Europäischen Union jetzt ein neuer Rechtsrahmen: Seit heute ist in den Mitgliedstaaten sowohl von der pharmazeutischen Industrie und den zuständigen Behörden als auch von Tierärzten und Tierhaltern die neue Europäische Tierarzneimittelverordnung anzuwenden. Darauf hat das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hingewiesen, das in Deutschland für die Zulassung und Registrierung von Tierarzneimitteln zuständig ist. Konkret werde mit der Neuregelung der Einsatz von Antibiotika bei Tieren weiter eingeschränkt, um die Entstehung und Verbreitung von Resistenzen zu begrenzen.

Es erfolgt eine Harmonisierung des bereits bestehenden grundsätzlichen Verbots einer prophylaktischen Anwendung von Antibiotika bei Tiergruppen. Der Humanmedizin vorbehaltene Antibiotika dürfen nicht mehr an Tiere verabreicht werden. Zusätzlich ist jetzt eine nationale Erfassung der Antibiotikaverbrauchsmengen bei den unterschiedlichen Tierarten europaweit vorgeschrieben.

Eine weitere Änderung betrifft dem BVL zufolge die Überwachung der Arzneimittelsicherheit nach der Zulassung, die sogenannte Pharmakovigilanz. Diese wird künftig schwerpunktmäßig auf der statistischen Auswertung von Meldungen unerwünschter Arzneimittelwirkungen beruhen. Damit gewinnt die Meldung von Nebenwirkungen durch Tierärzte und Tierhalter an Bedeutung.

Schließlich sieht die EU-Tierarzneimittelverordnung die Einrichtung öffentlich zugänglicher Datenbanken vor, etwa einer Produktdatenbank zur Erfassung aller zugelassenen Tierarzneimittel und der Pharmakovigilanzdatenbank zur Erfassung unerwünschter Arzneimittelwirkungen. „Die neuen Vorschriften sollen die Sicherheit und die Verfügbarkeit von Tierarzneimitteln weiter erhöhen sowie dazu beitragen, das Risiko antimikrobieller Resistenzen zu verringern“, erläuterte das BVL. Auch der Verwaltungsaufwand für Unternehmen und Regulierungsbehörden solle verringert werden. AgE

Ernährungspolitik: Özdemir will besseren Schutz der Kinder vor ungesunden Lebensmitteln
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28.01.2022 - 07:49
Ernährungspolitik: Özdemir will besseren Schutz der Kinder vor ungesunden Lebensmitteln

BERLIN. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat die Bundesregierung an ihre Versprechen für eine bessere, gesündere und nachhaltigere Ernährung erinnert und stößt damit bei Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir auf offene Ohren. Dieser will unter anderem junge Kinder besser vor der Werbung für Lebensmittel mit hohem Zucker-, Fett- und Salzgehalt schützen.

„Wir wollen es den Menschen leichter machen, sich gesund und nachhaltig zu ernähren“, betonte Özdemir gestern beim digitalen „Verbraucherpolitischen Forum“ des vzbv in einer Grußadresse an die Verbraucherschützer. Jeder Mensch habe ein Recht auf hochwertige Lebensmittel. Um zu einem „besseren Ernährungsalltag“ in Deutschland zu kommen, braucht es nach Überzeugung des Ministers weniger Zucker, Fett, Salz und Kalorien in verarbeiteten Produkten und weniger Werbung für Erzeugnisse mit hohen Anteilen dieser Zutaten im TV wie auch im Internet, um insbesondere Kinder unter 14 Jahren zu schützen.

Der Grünen-Politiker setzt aber auch auf mehr Transparenz in der Lebensmittelkette bis hin zum Lebensmitteleinzelhandel. Dafür will er an einer EU-weiten Umsetzung des Nutri-Score und einer wissenschaftlich fundierten Weiterentwicklung dieser Nährwertkennzeichnung arbeiten. Zudem bekräftigte Özdemir seine Absicht, noch in diesem Jahr eine verbindliche Tierhaltungskennzeichnung auf den Weg zu bringen, die die Haltungsbedingungen in den Ställen für die Verbraucher sichtbar macht.

Die Mehrheit der Verbraucher in Deutschland wolle sich gesund und nachhaltig ernähren. „Im Alltag ist dies jedoch schwer umzusetzen“, betonte die vzbv-Geschäftsbereichsleiterin für Verbraucherpolitik, Jutta Gurkmann, im Anschluss. Lebensmittel, die Kinder ansprächen, seien nach ihrer Erfahrung in der Regel ungesund. Zudem finde sich der Verbraucher bei der Suche nach regionalen Produkten oder Fleisch aus tierfreundlicher Haltung im „Siegeldschungel“ kaum zurecht. Es sei daher gut, dass sich die neue Bundesregierung vorgenommen habe, Landwirtschaft und Lebensmittelangebot umzubauen und nachhaltiger zu machen, konstatierte Gurkmann. Nun müsse sie zügig konkrete Vorschläge für den Umbau der Tierhaltung und die Regulierung des an Kinder gerichteten Marketings vorlegen.

Der vzbv fordert bereits seit Jahren, an Kinder gerichtete Lebensmittelwerbung bundesweit einheitlich streng und verbindlich zu regeln und dabei auch Höchstmengen für Fett, Salz und Zucker gemäß den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) festzulegen. Die Tierbestände in Deutschland müssen nach Ansicht des Verbandes reduziert und an bessere Haltungsstandards angepasst werden. Er pocht außerdem auf die Einführung eines nationalen verbindlichen Tierwohllabels und eine verbindliche Herkunftskennzeichnung.

Der vzbv warnte gleichzeitig davor, eine gesunde und nachhaltige Ernährung zu Frage des Geldbeutels werden zu lassen. Eine Mehrwertsteuersenkung auf Obst und Gemüse würde ihm zufolge nicht nur wichtige Preissignale für eine ausgewogene und klimafreundlichere Ernährung setzen, sondern wäre auch eine wichtige Entlastung der Verbraucher. AgE

Sachsen: Krawczyk: Berlin schafft „neue Potemkinsche Dörfer“
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27.01.2022 - 13:33
Sachsen: Krawczyk: Berlin schafft „neue Potemkinsche Dörfer“

DRESDEN. Der Präsident des Sächsischen Landesbauernverbandes (SLB), Torsten Krawczyk, befürchtet, dass die aus seiner Sicht hoch gesteckten Ziele des neuen Bundeslandwirtschaftsministers Cem Özdemir die Lage der sächsischen Landwirtschaft zusätzlich erschweren werden. Wie Krawczyk heute bei der digitalen Jahresauftakt-Pressekonferenz des SLB erklärte, ist es in Sachsen noch nicht einmal gelungen, sich mit dem Agrarministerium in Dresden auf vernünftige und praktikable Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen zu verständigen. Unterdessen würden in Berlin bereits „neue Potemkinsche Dörfer geschaffen“.

Der Landesregierung warf Krawczyk vor, nicht zum fachlichen Austausch mit dem Berufsstand bereit gewesen zu sein und dessen Kritik und die Anregungen nicht zum Anlass für Veränderungen genommen zu haben. „Wenn unsere sächsischen Landwirte den hohen Anforderungen an Umwelt- und Naturschutz gerecht werden sollen, dann hat der Freistaat im Austausch mit dem Berufsstand dafür zu sorgen, dass diese gesellschaftlichen Leistungen der Landwirtschaft öffentliche Anerkennung erfahren und sie vor allem eine angemessene Honorierung verdienen“, so der SLB-Präsident. Nur eine langfristige und verlässliche Perspektive signalisiere allen Bauern, dass es sich lohne, die zusätzlichen Aufwendungen aufzubringen.

Planungssicherheit fehlt Krawczyk zufolge auch beim Düngerecht. „Hier haben wir zum Jahresende fristgemäß den Normenkontrollantrag zur gerichtlichen Feststellung der Unwirksamkeit der Sächsischen Düngerechtsverordnung beim Oberverwaltungsgericht (OVG) Bautzen eingereicht“, berichtete der Verbandspräsident. Als Antragsteller träten sowohl Bewirtschafter und teilweise Eigentümer von betroffenen Flächen als auch Verpächter auf. Laut SLB-Hauptgeschäftsführer Manfred Uhlemann wird in den nächsten Wochen eine ausführliche Begründung des Normenkontrollantrages erarbeitet und dann nachgereicht. Die nach wie vor „willkürliche Maßregelung“ aus Brüssel und Berlin führe dazu, dass die Verordnungen zur Ausweisung der Roten Gebiete jährlich neu geschrieben werden müssten. In der Folge entfielen erneut regelrelevante Flächen, während andere hinzukämen. AgE

GFFA-Fachpodium: Nick: Bodenschutz ist globale Aufgabe
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27.01.2022 - 12:04
GFFA-Fachpodium: Nick: Bodenschutz ist globale Aufgabe

BERLIN. Auf die globale Dimension des Schutzes landwirtschaftlicher Böden hat die Parlamentarische Staatssekretärin vom Bundeslandwirtschaftsministerium, Dr. Ophelia Nick, hingewiesen. Es handele sich um eine Aufgabe, die nur gemeinsam bewältigt werden könne, betonte die Grünen-Politikerin in ihrem Grußwort zum Fachpodium „Securing #soilidity. Herausforderungen und Lösungen für eine nachhaltige Landnutzung“, das heute im Rahmen des 14. Global Forum for Food and Agriculture 2022 (GFFA) stattfand.

Laut Nick muss mit dem Schutz der Böden auch ein Beitrag zur Umsetzung des Rechts auf Nahrung sowie dem Kampf gegen den Klimawandel und dem Schutz der Biodiversität geleistet werden. Wenn die „gewaltigen Herausforderungen“ im Dreieck von Landwirtschaft, Ernährung und Klimawandel bewältigt werden sollten, müsse man sich künftig an „agrarökologischen Prinzipien und Methoden“ orientieren. Diese unterstützten die Entwicklung einer anpassungs- und widerstandsfähigen Landwirtschaft.

Die Direktorin des Departments für Geografie der Universität München, Prof. Julia Pongratz, wies daraufhin, dass viele Länder eine CO2-Entnahme durch Landnutzung in ihre Klimaschutzpläne geschrieben hätten. Die Potentiale der Methoden seien teilweise nicht zu vernachlässigen; dennoch dürfe nicht vergessen werden, dass „wir als allerwichtigsten Punkt des Klimaschutzes unsere Emissionen substantiell, nachhaltig und langfristig reduzieren müssen“. Die Kohlenstoffspeicherung im Rahmen der Landnutzung könne jedoch sicherlich dazu beitragen, die schwer vermeidbaren Emissionen zu kompensieren.

Gebraucht wird laut Pongratz zunächst eine umfassende Bewertung der Maßnahmen zur CO2-Entnahme in der Landnutzung. Damit könne die Wissensgrundlage gelegt werden, auf der politische Entscheidungen für bestimmte Pfade getroffen werden könnten. Vor allem müsse sich auch mit der Frage der Umsetzbarkeit beschäftigt werden. Die größten Potentiale nützten nichts, wenn Nahrungs- oder Wasserversorgung gefährdet würden oder die Biodiversität unter Monokulturen leide. Kein Ziel der Nachhaltigkeit dürfe auf der Strecke bleiben. AgE

Landwirtschaft und Naturschutz: Rukwied und Niebert betonen Kooperationsbereitschaft
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27.01.2022 - 12:01
Landwirtschaft und Naturschutz: Rukwied und Niebert betonen Kooperationsbereitschaft

BERLIN. Ihren Willen zu gemeinsamen Lösungsansätzen von Landwirtschaft und Naturschutz haben die Präsidenten des Deutschen Bauernverbandes (DBV) und des Deutschen Naturschutzrings (DNR), Joachim Rukwied und Prof. Kai Niebert, bekräftigt. „Wir setzen auf Kooperation“, sagte Rukwied zum Auftakt zum heutigen gemeinsamen Forum von DBV und DNR. Bauern müssten künftig „mit mehr Naturschutz Geld verdienen“.

Laut Niebert verbindet beide Seiten das Ziel, Naturschutz und Naturnutzung zu verbinden: „Wir wollen aus Naturnutzern Naturschützer machen“, so der Verbandspräsident. Voraussetzungen dafür seien klare Zielvorgaben der Politik, eine enge Zusammenarbeit von Naturschützern und ‑nutzern sowie eine ausreichende Finanzierung von Agrarumweltmaßnahmen. Eine wichtige Aufgabe sieht Niebert zudem darin, einen Verbleib der Flächen in den Händen der Landwirte zu gewährleisten, wenn es um die Erschließung neuer Einkommensquellen gehe, beispielsweise im Bereich der Energieerzeugung

Sowohl Rukwied als auch Niebert stellten klar, dass die nachhaltige Produktion von Nahrungsmitteln auch künftig die wichtigste Aufgabe der Bauern bleiben werde. „Ernährungssicherung steht weiter im Mittelpunkt“, unterstrich Rukwied. Für Niebert ist die Erhaltung einer regionalen und nachhaltigen Lebensmittelproduktion ein wesentlicher Bestandteil eines Umbaus des Agrar- und Ernährungssystems, wie ihn die Zukunftskommission Landwirtschaft (ZKL) empfiehlt. AgE

Nordzucker: Kampagne 2021/22 in den meisten Werken abgeschlossen
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27.01.2022 - 11:20
Nordzucker: Kampagne 2021/22 in den meisten Werken abgeschlossen

BRAUNSCHWEIG. Nordzucker hat in den meisten Werken die Zuckergewinnung aus Zuckerrüben und Zuckerrohr „erfolgreich“ abgeschlossen. Die Kampagne sei in Finnland und Litauen noch im alten Jahr, in Polen und der Slowakei in der ersten Januardekade und in Deutschland in den vergangenen zehn Tagen beendet worden, teilte der Konzern heute in Braunschweig mit. In Dänemark und Schweden seien die Verarbeitungsstätten allerdings noch in Betrieb. Im Durchschnitt aller Werke werde man auf eine Kampagnendauer von 122 Tagen kommen. In Deutschland, Dänemark und Litauen seien außerdem in den ersten Tagen der Kampagne wieder Ökorüben zu Biozucker verarbeitet worden.

Ausreichende und gut verteilte Niederschläge während des Sommers in fast allen europäischen Anbauregionen haben laut Nordzucker in der zu Ende gegangene Kampagne zu überdurchschnittlichen Rüben- und Zuckererträgen geführt. Erzeugt worden seien im Schnitt 12,8 t Zucker pro Hektar. In Deutschland sei sogar mit durchschnittlich fast 80 t Rüben und einem Zuckergehalt von etwa 18 % einer der höchsten jemals erreichten Zuckererträge erzielt worden, nämlich 14,2 t/ha. Im Fünfjahresmittel waren es laut Konzernangaben 73 t beziehungsweise 13,3 t. Insgesamt beziffert das Unternehmen die von ihm verarbeitete Menge auf 17 Mio t Zuckerrüben, davon 184 000 t Ökorüben. Außerdem kamen 5,3 Mio t Zuckerrohr in die Zuckerfabriken.

Vorstandschef Dr. Lars Gorissen verwies auf die Erlöse für die Zuckerrübenerzeuger. „Bei den variablen Zuckerrübenverträgen mit unseren Anbauern werden die besten Preise seit dem Ende der Zuckermarktordnung und spürbar höhere Preise als im Fixpreis-Modell erreicht“, betonte er. Die Wettbewerbsfähigkeit und die attraktive Rolle der Zuckerrübe in der ackerbaulichen Fruchtfolge werde damit bestätigt. Das für das operative Tagesgeschäft zuständige Vorstandsmitglied Axel Aumüller hob hervor, dass im guten Zusammenspiel aller Unternehmensbereiche von Landwirtschaft, Einkauf über Produktion und Logistik bis zum Vertrieb und Marketing Herausforderungen aufgrund logistischer Engpässe hätten gelöst werden können. An allen Standorten in Europa und Australien „können wir mit dem Verlauf und Ergebnis zufrieden sein“, sagte Aumüller. AgE

Landtourismus: Mitarbeitergewinnung und Qualitätssicherung die Herausforderungen
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27.01.2022 - 09:06
Landtourismus: Mitarbeitergewinnung und Qualitätssicherung die Herausforderungen

BERLIN. Die Mitarbeitergewinnung und die Qualitätssicherung sind nach Einschätzung der Vorsitzenden der Bundesarbeitsgemeinschaft für Urlaub auf dem Bauernhof und Landtourismus in Deutschland (BAG), Ute Mushardt, mittelfristig die zentralen Herausforderungen im Landtourismus. Auch wenn kleinere Betriebe bislang weniger stark von der Abwanderung von Beschäftigten betroffen seien, klagten viele über die Suche nach guten Mitarbeitern, sagte Mushardt beim Forum „Perspektive Landtourismus 2025“, das die BAG und der Deutsche Bauernverband (DBV) gestern virtuell veranstaltet haben. Die Mitarbeitergewinnung sei keine Frage des Geldes, denn, so Mushardt, „wir sind bereit, gut zu zahlen“. Benötigt würden aber bessere Rahmenbedingungen, beispielsweise eine flexible Arbeitszeitregelung bei Minijobs.

Eine große Rolle spiele für viele Betriebe das Thema „Qualitätssicherung“. Dafür notwendig seien zumeist größere Investitionen, etwa in die Modernisierung von Ferienwohnungen. „Im Gespräch mit Kollegen begegnet mir aber große Zurückhaltung bei größeren Investitionen“ berichtete die BAG-Vorsitzende. Es sei zu befürchten, dass ein Aufschieben von Investitionen zu Qualitätsverlusten bei den Angeboten führen könne.

Laut Mushardt hat die Corona-Pandemie Spuren auch im Landtourismus hinterlassen. Die Liquidität in den Betrieben sei gesunken; Investitionen würden sehr zurückhaltend getätigt und Probleme, wie der Mitarbeiterbedarf, verschärften sich. „Die Qualitätsarbeit auf unseren Ferienbauernhöfen bleibt daher eine wichtige Aufgabe“, betonte die Betriebsleiterin der Nordseeferienhöfe. AgE

Thünen-Studie zum Exportpotential: Tierwohl-Schweinefleisch international kein Selbstläufer
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27.01.2022 - 09:01
Thünen-Studie zum Exportpotential: Tierwohl-Schweinefleisch international kein Selbstläufer

BERLIN. Zurückhaltend beurteilen Wissenschaftler des Thünen-Instituts die internationalen Marktchancen von deutschem Schweinefleisch, das unter höheren Tierwohlstandards produziert wurde. Zwar könne das Exportpotential für hiesiges Tierwohl-Schweinefleisch nicht abgeschätzt werden, da noch verschiedene Verbraucheruntersuchungen ausstünden. Erste Ergebnisse wiesen allerdings bereits darauf hin, „dass die Vermarktung deutschen Tierwohl-Schweinefleisches auf internationalen Märkten eine Herausforderung darstellen wird“, so Dr. Inken Christoph- Schulz und Rebecca Derstappen vom Thünen-Institut für Marktanalyse gegenüber AGRA-EUROPE.

Im Rahmen der von den beiden Forscherinnen gemeinsam mit Institutsleiter Prof. Martin Banse erarbeiteten Studie wurden in Italien, Polen, Japan und Südkorea Experteninterviews mit Wissenschaftlern sowie Im- und Exporteuren von Schweinefleisch durchgeführt. Die Experten hätten dabei angegeben, dass Tierwohl in allen vier Ländern eher eine untergeordnete Rolle spiele. Zwar sei betont worden, dass die jüngere Generation in Italien und Polen an dem Thema interessiert sei. Dennoch werde das Wissen der Bevölkerung über Tierwohl als sehr begrenzt angesehen.

In Japan und Südkorea werde Tierwohl laut Aussagen der Interviewten nicht in der Gesellschaft thematisiert. Daher hätten die Experten gefolgert, dass weder Verbraucher noch die Fleischindustrie zum jetzigen Zeitpunkt an diesem Thema interessiert seien. Wichtiger als das Tier seien die Herkunft des Fleisches, dessen Qualität und der Preis.

Nach Auffassung von Christoph-Schulz und Derstappen müsste vor allem in Asien Tierwohl als Qualitätsaspekt definiert werden, der beispielsweise den Geschmack oder die Qualität verbessere. „Kriterien wie mehr Platz, die vordergründig nur dem Tier nutzen, werden dagegen nicht ausreichen“, so die Braunschweiger Wissenschaftlerinnen. Sie verwiesen auf die Empfehlungen aller Interviewten, in den jeweiligen Ländern Informationskampagnen durchzuführen, um das Thema „Tierwohl“ den Verbrauchern näher zu bringen. AgE

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